Kommunale Mittel sind begrenzt. Deshalb kann nicht jede wünschenswerte Maßnahme gleichzeitig umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, Prioritäten offen zu benennen und Entscheidungen verständlich zu begründen.
Solide Finanzen bedeuten für mich nicht, notwendige Investitionen grundsätzlich zu vermeiden. Wer wichtige Infrastruktur immer weiter aufschiebt, zahlt später häufig mehr. Entscheidend ist, Ausgaben sorgfältig zu prüfen und den langfristigen Nutzen mitzudenken.
Auch Fördermittel sind kein kostenloses Geld. Sie können sinnvolle Projekte ermöglichen, verursachen aber oft Eigenanteile, Folgekosten und zusätzlichen Aufwand. Das sollte vor einer Entscheidung vollständig sichtbar sein.
Dafür stehe ich:
- Haushaltsentscheidungen in verständlicher Sprache erklären
- Prioritäten nach Notwendigkeit, Wirkung und langfristigem Nutzen setzen
- bei Investitionen auch Betriebs-, Wartungs- und Folgekosten berücksichtigen
- notwendige Instandhaltung nicht dauerhaft zugunsten neuer Projekte verschieben
- Förderprogramme sorgfältig prüfen und nur nutzen, wenn das Gesamtprojekt sinnvoll bleibt
- Kostenentwicklungen bei größeren Vorhaben frühzeitig und transparent darstellen
- freiwillige Leistungen und örtliches Engagement nicht vorschnell als nebensächlich behandeln
Eine ehrliche Finanzpolitik sagt auch, wenn etwas derzeit nicht möglich ist. Sie zeigt dann aber ebenso, welche Voraussetzungen fehlen und welche Alternativen geprüft werden können.
Mein Ziel: Die Gemeinde soll verlässlich wirtschaften, notwendige Investitionen ermöglichen und ihren finanziellen Handlungsspielraum dauerhaft erhalten.